Borkow wurde 1283 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ureinwohner dieses Landstriches müssen Slawen gewesen sein, denn Kegel, Hünen- und Urnengräber sind Zeugen ihrer Bestattung. Borkow, mit seinen Ortsteilen Rothen, Schlowe, Hohenfelde, Woserin und Neu Woserin, liegt wie viele Dörfer Mecklenburgs, in einer Landschaft mit zahlreichen Seen und Wälder. Das Gut –und Filial-Kirchdorf Borkow liegt 10 km südöstlich von Sternberg. Am 5. Oktober 1583 wird Borkow ein Lehngut des Klosters Dobbertin. Das Areal befand sich vom 14. bis 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Cramer. 1885 wurden die Bahnstrecke Karow-Wismar und der Bahnhof Borkow gebaut, für die jetzt jedoch der Betrieb eingestellt wurde. Nach Überlieferung aus alten Dokumenten wurde der Bahnhof nur gebaut, weil der damalige Besitzer Max Reichhoff jedes Mal in Borkow die Notbremse zog. Die Einwohner von Borkow bestätigen ihre Zuneigung zur ältesten Kirche in Gägelow. Als Weg wurde der heutige Weg von Borkow – Flötenberg – Grund – Gägelow genutzt. Erwähnt sei auch die Borkower Kapelle aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Sie bildet einen einschiffigen, im Inneren flachgedeckten, Backsteinbau mit einem Chorschluss aus dem Achteck. Gegenüber dem Bahnhof entstand 1895 eine Molkerei, die für die umliegenden Güter in Rothen, Bolz, Mustin, Woserin und Lenzen gedacht war. Bis 1968 wurde die Milch von den umliegenden Gemeinden in dieser Molkerei verarbeitet. In den 30er Jahren war Borkow ein geistig-kultureller Mittelpunkt für die umliegenden Gemeinden, bedingt durch die gute Lage, den Bahnhof, die Straße, die Molkerei und die Gastwirtschaft mit Saal. 1945, nach Ende des Krieges, versuchten viele einen Neuanfang in der Landwirtschaft. Durch die Bodenreform entstanden 54 Neubauernstellen. Im Februar 1953 gründeten 7 Einzelbauern die erste LPG Typ I und 1957 entwickelte sich aus dem Örtlichen Landwirtschaftsbetrieb (ÖLB) die LPG Typ III. Auch heute noch ist die Landwirtschaft der größte Betrieb in der Gemeinde. Die gute Lage in der Wald- und Seenlandschaft motiviert zahlreiche Bewohner zum Bau von Eigenheimen. Es entsteht ab 2000 ein attraktives Bebauungsgebiet am Borkower See, wo das Bauen unter günstigen Bedingungen möglich ist. Durch die Rekonstruktion, Sanierung und Modernisierung der Gebäude in allen Orten der Gemeinde hat sich das Bild der Dörfer gewandelt. Viele Urlauber und Touristen zieht es in die Gemeinde. In Schlowe zieht der Badesee jährlich viele Besucher und Wassersportler an. Die jährlich stattfindenden Strandfeste werden von den Einwohnern und Gästen gern besucht.

Gemeinde Borkow
Fläche: 28,11km²
Einwohner: 456
Postleitzahl: 19406
Vorwahl: 038485
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
(Hohenfelde, Rothen, Borkow, Neu Woserin, Schlowe, Woserin)
Bürgermeisterin: Regina Rosenfeld
Sprechzeiten: Montag- Freitag nach Absprache
Tel.: 03848520585 oder 01732617567

Gemeindehaus Borkow
Am Bahnhof 1
19406 Borkow

Freiwillige Feuerwehr Borkow "Willi Böttger"
Wehrführer: Tilo Rosenfeld
Potthof 1
19406 Borkow
Telefon (038485) 50119
E-Mail E-Mail: TRosenfeld@gmx.

stellv.Wehrführer: Andreas Kaschube (HLM)
Seestraße 5
19406 Borkow

Jugendwart: Karsten Rickmann (OFM)
Hauptstaße 24
19406 Borkow

Gerätewart: Günther Tost
Hauptstraße 24
19406 Borkow

Kassenwart: Axel Kaschube (LM)
Seestraße 5
19406 Borkow

Ehemalige Gutskapelle aus Backstein, wohl Mitte des 15. Jahrhunderts mit halbrundem Chor und freistehendem Glockenstuhl.

Frügotische kreuzrippengewölbte Feldsteinkirche Woserin von 1234 mit Chor, Langhaus sowie späterem Westturm.

Gutshaus Borkow von um 1700–1720, Gutsbesitz von 1784 bis 1786 der Familie des Hofjunkers von Levetzow, 1822 bis 1851 Oberlandforstmeister Christian Eggers, 1931 bis 1936 Helmut von Familie von Tiedemann, 1936 bis 1945 Jordan Freiherr von Campe; ab 1997 von Familie Röhrdanz umgebaut und modernisiert.

Zweigeschossiges, 10-achsiges Gutshaus in Rothen von um 1850 für Friedrich Fabricius gebaut, 1926 Umbau zur heutigen Form; Gutsbesitz der Familien von Bülow (1780–1840), Fabricius, A. F. von Oertzen (1887–1945); nach 1997 Umbau auch für Ferienwohnungen.

Eingeschossiges Gutshaus mit Park in Woserin von um 1750 mit Mittelrisalit und Mansarddach; Gutsbesitz der Familien von Halberstadt und von Bülow; nach 1945 Ferienhaus.

Draisinenstrecke entlang der Bahnstrecke Wismar–Karow zwischen Karow (Damerower Kaserne) über Goldberg nach Borkow.

Das Pfarrhaus Woserin war ab Mitte der 1980er Jahre Sommerhaus der Schriftsteller Christa und Gerhard Wolf.

Mildenitzdurchbruchstal